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Venedig & Venetien

Prunkvolle Pal?ste, berühmte Brücken und romantische Gondeln – Venedig bietet ein Highlight nach dem anderen und ist immer wieder ein ganz besonderes Italien-Highlight
Venedig entdecken
Venedig: Die TOP-Sehenswürdigkeiten

Markusplatz

Den trapezf?rmigen Markusplatz erreicht man, nachdem man die Merceria, die belebte Einkaufsstra?e durch das Tor unter dem Uhrturm verl?sst. Diese Haupteinkaufsstra?e gibt es bereits seit dem Mittelalter!
Der Markusplatz ist an drei Seiten von den Geb?uden der Prokuratien eingerahmt. So liegen der berühmte Dogenpalast als auch die Markuskirche an diesem atemberaubenden Platz. Er ist 175m mal 82m gro? und mit Steinen der Euganeischen Hügeln gepflastert.
Der freie Platz Richtung Molo San Marco wird Piazzetta gennant und auf ihm stehen die zwei S?ulen mit den Stadtheiligen bzw. dem Markusl?wen. Die Piazzetta verbindet den Markusplatz mit der Riva degli Schiavoni, der Promenade am Wasser. Am Markusplatz beginnt dann der berühmte Canal Grande.
Die Piazetta am Markusplatz
Die Piazzetta mit den zwei S?ulen der Stadtheiligen und dem Markusl?wen
Der Blick in die Kuppeln w?hrend des Rundgangs ist ein Muss! Trotz der unsagbar üppigen Vergoldungen wirkt der Innenraum im Halbdunkel fast mystisch. Aber es sollte nicht vergessen werden, dass es sich trotz aller Pracht um ein Gotteshaus handelt. Die Chance, im gesch?ftigen Treiben dieser Stadt trotzdem einige Minuten inne zu halten, kann hier trotz Touristenstr?men genutzt werden.
Falls man eine Messe besuchen m?chte, betritt man die Basilika San Marco durch das Seitenportal ?Porta dei Fiori“ (Nordfassade, Piazzetta dei Leoncini). Angemessene Kleidung und Schuhe sowie keine zu gro?en Taschen oder gar Rucks?cke versteht sich von selbst.
Besonders gut besucht ist die Basilika übrigens am Tag des Namenspatrons: ?Festa di San Marco“ (25. April). Wer also nicht noch mehr Menschen als sonst in der w?rmeren Jahresh?lfte um sich haben m?chte, sollte einen anderen Termin w?hlen.

Rialtobrücke

Es gibt insgesamt vier Brücken über den Canal Grande, wobei die Rialto Brücke defnitiv die berühmteste ist. Um zu ihr zu gelangen, durchquert man die Stadtviertel (Sestieri) Santa Croce und San Polo.
Rialtobrücke
Rialtobrücke – Venedigs Hauptattraktion
Die ursprünglich aus Holz errichtete Brücke ist 48 m lang und hat eine Durchfahrtsh?he von 7,50 m. Sie geh?rt zu den bekanntesten Brücken der Welt. Die jetzige aus Stein gebaute Brücke wurde vor über 400 Jahren errichtet. 12.000 Holzpf?hle, die in den Boden den Canal Grandes gerammt wurden, tragen t?glich die Last unz?hliger Menschen.
In diesem Gassengewirr gibt es neben mehreren Kirchen auch unz?hlige Gesch?fte aller Preisklassen. Würde man keine weitere Pause machen, so erreicht man den Markus Platz in ca. 10 Minuten, da es nur in etwa 600 Meter sind. Doch was w?re Venedig ohne Pausen, ohne ein ?Sich-verlieren-in-den-Gassen“…
Will man nicht den gleichen Weg zurückgehen, kann man auf Vaporetti ausweichen oder man macht links oder rechts vom kürzesten Weg einen kleinen Umweg und besichtigt entweder die Scala Contarini del Bovolo oder auf der n?rdlichen Seite die wundersch?ne Kirche ?Parrocchia di Santa Maria Formosa“.
Der Rialto-Markt unweit der Rialto Brücke ist ansprechender als es die prominente Lage vermuten l?sst; allerdings nur, wenn man zeitig am frühen Vormittag vorbeischaut. Seit fast 1.000 Jahren ist dieser Teil der Stadt vom Handel gepr?gt.
Rialto
überquert man die Rialto Brücke ist man in San Marco angekommen

Palazzo Ducale

Seit dem 9. Jahrhundert dient dieses pr?chtige Geb?ude den Herrschern von Venedig als Residenz und Regierungsgeb?ude. Auch hier gilt es wieder den Palazzo aus rosafarbenem Veroneser Marmor als Gesamtkunstwerk zu sehen. Mit etwas Abstand betrachtet wirkt das gotische Geb?ude durch die 38 S?ulen und spitz geformten Zinnen wie ein Kunstwerk aus feinster Spitze.
Palazzo Ducale
Palazzo Ducale – ein Prunkgeb?ude der Dogen
Vorbei an der Kasse links kommt man in den prunkvollen Innenhof mit Neptun und Mars an der Treppe (Scala die Giganti) als Zeichen für Macht zu Wasser und zu Land.
Die unterschiedlichen S?le sind überw?ltigend, wobei unz?hlige kleinere Details wie die Skulpturen an den Ecken der Au?enfassaden bei der Pracht innen fast vergessen werden: Adam und Eva an der Ecke zur Piazzetta oder die Statue der Justitia.
Venedig hat von jeher Macht und St?rke gezeigt, doch ausgerechnet über dem Haupteingang (Porta della Carta) ist ein Relief als Zeichen der Demut zu sehen: der Doge kniet vor Venedig, dargestellt durch den geflügelten Markusl?wen.
Geflügelter Markusl?we

Die Seufzerbrücke

Die Ponte die Sospiri, besser bekannt als Seufzerbrücke, besteht aus wei?em Kalkstein uns ist elf Meter lang. Sie ist architektonisch sehr ansprechend und eine kleine Berühmtheit aus der Zeit um 1600. Der Bau begann im Jahre 1600 und vollendet wurde die Brücke dann schlie?lich 1602/03. Antonio Contin hatte auch bereits an der Rialtobrücke mitgewirkt.
Seufzerbrücke
Brücke der Gefangenen - die Seufzerbrücke
Als Verbindung zwischen dem Dogenpalast und dem Gef?ngnis handelt sich also nicht um eine Brücke im herk?mmlichen Sinn. Da hier Gefangene oft ihren letzten Gang zur Hinrichtung antraten, sind die besonders hübsch vergitterten Fenster fast übertrieben.
Erst im Zeitalter der Romantik erhielt die ?Seufzerbrücke“ ihren Namen, in der Vorstellung, dass die Verurteilten auf ihrem Weg ins Gef?ngnis von hier aus zum letzten Mal mit einem Seufzen einen Blick in die Freiheit der Lagune Venedigs werfen konnten.
Den romantischen Namen bekam die Brücke erst viel sp?ter und noch heute küssen sich viele Paare unter der Brücke, w?hrend sie in einer Gondel in den Sonnenuntergang fahren.

Ausflug-Tipp: Venedigs Inseln

Nach ausgiebigem Sightseeing in Venedig lohnt es sich einen Abstecher zu den kleine Inseln rund um Venedig zu machen – und die Lagune noch einmal mit einem ganz anderen Blick zu erleben

Burano

Nach rund 40 Minuten Fahrtzeit mit dem Vaporetto von Venedig aus hei?t es: Bunt, bunter – Burano! Wer bei Betreten der Insel nicht gleich fr?hlich wird – mit dem stimmt was nicht! Die bunten H?userfassaden sind absolut sehenswert und es gibt zwei Versionen, weshalb sie alle in verschiedenen Farben gestrichen sind: Die Fischer konnten so bei starkem Nebel ihr Eigenheim finden – oder nach zu starkem Alkoholgenuss. Vielleicht ist es eine Mischung aus beidem.
Burano
Burano - bunte H?user überall
Auf eines der au?ergew?hnlichsten H?user st??t man, wenn man die Via Baldassare Galuppi entlang geht und in die Via al Gottolo abbiegt. Hier steht das allerallerbunteste Haus der Insel. Sein Besitzer war ein echter Buranello, leider ist Guiseppe Toselli, von allen Insulanern ?Bepi Sua“ genannt, vor ein paar Jahren verstorben. Sein Erbe an die Menschheit ist sein Haus, das durch geometische Formen aller Art und bunte Farben ein Meisterwerk abstrakter Kunst ist.
Wie Venedig auch ist Burano in Sestieri gegliedert, diese entsprechen den fünf Inseln, aus denen Burano (venetisch: Buran) ursprünglich bestand. W?hrend die M?nner naturgem?? in früheren Tagen vom Fischfang lebten, verdienten die Frauen vom 16. bis zum 18. Jh ihr Einkommen mit Spitzenstickerei. Die Spitzenschule ?Scuola die Merletti“ an der Piazza Galuppi belebte dieses Handwerk wieder. Die Nadelspitzen-Technik ?Reticella“ wurden zu hohen Preisen exportiert und brachten Burano eine wirtschaftliche Blütezeit. Doch auch hier ersetzte die Maschine den Menschen und ab dem 18. Jahrhundert konnte die Reticella, preiswerter als von Menschenhand hergestellt, angeboten werden.
Burano2
In den zahlreichen Souvenirshops sind zwar Spitzendeckchen und ?hnliches zu finden, allerdings wird sich kaum ein mit echter Reticella-Technik gefertigtes Stück befinden. Also: lieber sich an den bunten H?usern erfreuen, als überteuerte Mitbringsel shoppen.

Murano

Unsere Reise beginnt an der Ablegestelle ?Fondamenta Nuove“, denn von dort kommt man direkt mit dem Vaporetto auf die Insel Murano. Sie wird im Venetischen Dialekt ?Muran“ genant.
Murano
Murano – die Insel der Glasbl?serei
Sie liegt nord?stlich von Venedig in der Lagune und geh?rt erst seit 1924 zur Serentissima. Mit einer Fl?che von 1, 171625 km2 geh?rt sie zu den gr??eren Inseln rund um die Lagunenstadt.
Murano ist Venedig im Aufbau ?hnlich, denn auch in Murano wuseln sich viele Kan?le, über die sich kleine Brückchen spannen. Weltberühmt ist sie für ihre Glasbl?serkunst, deren Geschichte im ?Museo del Vetro“ im Palazzo Giustinian mit Vasen, Gl?sern und Spiegeln eindrucksvoll dargestellt wird. Aus Brandschutzgründen wurden 1295 alle Glas?fen aus Venedig nach Murano verlagert. Doch eigentlich steckte hinter dieser Aktion, dass das streng gehütete Geheimnis der Glasherstellung bewahrt werden sollte. Kunst des Glasblasens wurde von Vater zu Sohn weitergegeben, über zehn Jahre müssen Murano-Künstler heutzutage in die Lehre gehen.
Murano2
Eigentlich waren die ?gypter und R?mer die ersten Kulturen, die Glas herstellten. Allerdings ging das Wissen im Laufe der Jahrhunderte verloren, die Venezianer kamen der komplizierten Formel aus Quarzsand, Kalk und Soda auf die Spur und gründeten mit der Glasbl?ser-Kunst die ersten Pfeiler des gigantischen Reichtums der Stadt.
Immer einen Besuch wert ist das Atelier des Künstlers Paolo Beraldo in der Fondamenta Radi Nr. 14. Hier l?sst er aus alten Murano-Glasscherben und Schiffswrackteilen hochgewachsene Skulpturen entstehen. Eigentlich ist er Boots-Mechaniker, doch seine Leidenschaft ist eben die Kunst und das bunte, weltberühmte Glas der Insel.
Murano3

Torcello

Wenn man am frühen Morgen mit dem Vaporetto anreist, begrü?t einen schon von weiter Ferne der Kirchturm der Chiesa Santa Maria Assunta auf Torcello. Neue arch?ologische Ausgrabungen belegen, dass Torcello schon vor langer Zeit besiedelt war, auch wenn heutzutage nur noch knapp 25 Menschen hier dauerhaft leben.
Torcello
Hier wurde vor ein paar Jahren der Fu?boden einer r?mischen Villa, ganze zwei Meter unter dem Wasserspiegel, entdeckt. Deshalb geht man heute davon aus, dass Torcello schon im 1. Jahrhundert n. Chr. besiedelt worden ist. Die kleine Insel war von 638 bis 1689 Sitz des Bischofs von Altino und gewann schnell an Bedeutung als Zentrum von Politik und Handel. In der von den Venezianern genannten ?Laguna morta“ gelegene Insel wurde quasi von der Lagune ?aufgefressen“ und es wurde immer gef?hrlicher dort zu leben, da der Untergang des Eilandes immer mehr bevorstand.
Torcello1
Die kleine Insel ist ein beinahe unbewohntes Wunder, dass sich mit sehr vielen Besuchen vieler berühmter Pers?nlichkeiten brüsten kann. Das liegt an der ?Locanda Cipriani“, einer Herberge mit ausgezeichnetem Restaurant und nur wenig Platz zum Schlafen – drei Einzelzimmer und zwei Juniorsuiten bieten übernachtungsm?glichkeiten.
Für Promis, die Venedig besuchen, aber kein Aufsehen erregen wollen, ein idealer Rückzugsort. Winston Churchill, Charlie Chaplin, Elton John, Prinz Charles samt seiner damaligen Gattin Lady Di und einer, der kaum noch von dort weggehen wollte: Schriftsteller Ernest Hemingway. Er zog sich nach Torcello über den Winter 1948 zurück und schrieb dort seinen Venedigroman ?über den Fluss und in die W?lder“. Und wie es so seiner Art war, ging er auch dort leidenschaftlich der Entenjagd nach. Nachdem er den Schnabeltieren in den Salzmarschen auflauerte und sie erlegte, feierte er anschlie?end legend?re Gelage mit Unmengen von Valpolicella-Wein und frisch gegrilltem Federvieh. Salute!
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Inhalte von "Lust auf Italien" (www.lust-auf-italien.com)

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